Dokumentarfilm

Die Kunst des Widerstands

Die Freie Kunstschule von Károly Koffán

über den Widerstand der Künstler in Budapest während des Zweiten Weltkrieges
von
Laurent Kruppa

„Kann es wieder geschehen? Ich habe viel darüber nachgedacht, doch es zählt nur eine Sache:
dass man verantwortungsvoll und bewusst handelt und dies vor sich selbst vertreten kann.“

Zitat von André Mészáros (Paris 2004, frei übersetzt ins Deutsche) der 2005 verstarb
und im Folgejahr posthum als „Gerechter unter den Völkern“ geehrt wurde.
 

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Synopsis

Károly Koffán

Ein Künstler-Widerstandskreis in Budapest um die Koffán-Schule herum, der sich den Massenverbrechen der Nazis am Ende des Zweiten Weltkrieges in Ungarn vehement entgegen gestellt hat. Sie fälschten Papiere, versteckten eine Vielzahl Juden und hatten später sogar Zugang zu schwedischen und schweizer Schutzpässen, die sie unter Einsatz ihres Lebens verteilten.

Die Mitglieder der Gruppe haben bis zu ihrem Tod nicht über ihre Tätigkeiten gesprochen. Einige Schüler, die während des Krieges zu Rettern oder Geretteten wurden, haben sich – erstmals öffentlich nach über 60 Jahren – vor unserer Kamera geäußert.

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Dokumente zum Drucken (PDF)

Exposé zum Dokumentarfilm

deutsch   english   français

   

Kurzdaten

Genre

Dokumentarfilm

Länge

ca. 60 Min.

Aufnahmeformat

PAL

Endformat

PAL 16:9

Sprachen

Deutsch, Englisch, Französisch, Ungarisch

Dreh

Hauptteil abgeschlossen,
Nachdreh sieben Tage in Berlin, Budapest, Tel Aviv

Drehorte

Budapest, Tel Aviv, Paris, Berlin

Materialumfang

ca. 50 Std. plus Fotos, Scans, etc.

PostProd.-Zeitraum

Juni bis November 2009

   

Stab

Idee & Produktion

Laurent Kruppa

Buch

Laurent Kruppa, Veronika Lábas

Regie

Laurent Kruppa

Kamera

Max von Matthiessen

Schnitt & Montage

Veronika Lábas

Wissenschaftliche Beratung

Samuel Esam Schidem

Filmmusik

Moritz Ecker

Ton & Tonmischung

Volker Wendisch

PostProd.-Koordination

Florian Gradmann

Grading & Compositing

Timor Kardum und Jeremias Steinmann (omgraphix)

   

Thema des Films

Die „Koffán-Schule“ (Arbeitstitel) ist ein Dokumentarfilm über einen Budapester Widerstandskreis, der zum Großteil aus Künstlern und ihren Schülern bestand.

Einzig bekanntes Photo der Koffán-Schule, die sich im dritten Stock dieses Hauses befand. Das Haus wurde während der Befreiung Budapests Ende 1944 durch sowjetisches Bombardement zerstört. An dessen Stelle befindet sich heute das Hotel Kempinski am Erzsébet tér 7 in Budapest.

Am 20. März 1944 besetzt die Wehrmacht Ungarn, um einen möglichen Seitenwechsel seiner Verbündeten zu den Alliierten zu verhindern. Adolf Eichmann kommt nach Budapest und die systematische Ermordung der ungarischen Juden beginnt. Als Reaktion auf die Besatzung organisiert Károly Koffán Widerstand um verfolgte Juden schützen zu können. Die Gruppe formierte sich um eine private Zeichen- und Malschule, die von Károly Koffán gegründet und geleitet wurde. Die Kunstschule befand sich im Zentrum von Budapest, im Regierungsviertel am Erzsébet ter 7. In der Schule trafen sich nachts regelmäßig Leute aus allen gesellschaftlichen Kreisen, Künstler, Intellektuelle, Kommunisten, Geistliche und Offiziere. Die prominentesten Mitglieder der Gruppe waren Károly Koffán und sein Kollege Lajos Szentiványi. Für unser Filmprojekt haben wir unter anderem Koffán’s ehemalige jüdische Schüler László Ridovics und André Mészáros interviewt, die sich an den Tätigkeiten der Gruppe aktiv beteiligt haben. Auch haben wir Koffán’s ehemalige jüdischen Schülerinnen Edith Weinberger und Klára (Claire) Szilárd interviewt.

Dank ihrer künstlerischen Fertigkeiten gelang es Koffán und Szentiványi Papiere zu fälschen indem sie gestohlene Blankodokumente ausfüllten und Behördenstempel nachbildeten. Außerdem organisierten sie Verstecke, so auch in einem Krankenhaus, das heute zur Semmelweiss Universität gehört. Dazu richteten sie eine Art Rotationsprinzip ein. In den Räumen der Schule schliefen nachts Menschen, die vor dem Unterricht die Räumlichkeiten verließen und teilweise von jungen Schülern zu ihren nächsten Verstecken begleitet wurden. Die Schüler brachten auch Essen ins Ghetto oder befreiten Juden, indem sie sich als Soldaten ausgaben, obwohl sie zuvor desertiert waren. So hat beispielsweise der Vater des israelischen Haaretz Cartoonisten Amos Biederman, ebenfalls Schüler von Koffán, durch seine Hilfe überlebt. Mit Hilfe von gefälschten Papieren war es den Koffán-Schülern möglich, sich in Budapest relativ frei zu bewegen. Später verfügten die Künstler über schwedische und schweizer Schutzpässe, die sie verteilten und die mittelbar von Carl Lutz und Raoul Wallenberg stammten. Lászlo Ridovics, ein noch lebender ehemaliger Schüler der Gruppe, suchte nach Leuten in den Todesmärschen und händigte ihnen, sofern er sie finden konnte, die Schutzpässe aus. In der Regel akzeptierten die Deutschen die nach internationalem Recht ausgestellten Papiere und ließen die Träger der Pässe frei.

Trotz vieler Razzien haben fast alle Mitglieder der Künstlergruppe überlebt. Die Koffán-Gruppe war bis zu unserem Projekt der Öffentlichkeit weitestgehend unbekannt. Das Ziel unseres Films ist es, Einblick zu geben in die Aktionen der Künstler um Koffán, die in der dunkelsten Epoche der Menschheit zwischen richtig und falsch zu unterscheiden wussten und bereit waren, Freunde und Unbekannte unter Einsatz ihres Lebens zu retten.

Bisherige Förderer

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Kontakt

Laurent Kruppa · Produktion, Buch, Regie
Weserstr. 31, 12045 Berlin
laurent 

Max von Matthiessen · Kamera
max 

Veronika Lábas · Buch, Schnitt & Montage
veronika 

Samuel Esam Schidem · Wissenschaftliche Beratung
esam 

Moritz Ecker · Filmmusik
moritz 

Florian Gradmann · PostProduktions-Koordination
florian 

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